Sonntag, 09.03.2025 – 17:00 – Heim SCC
Ich möchte zu diesem Spiel gar nicht so viel ausholen. Zum einen kommt der Spielbericht erneut zu spät, zum anderen haben wir in diesem Spiel mal wieder ordentlich Haue bekommen. Es gibt aber von unserer Seite aus nach außen gar nicht so viel zu erzählen.
Für dieses Spiel mussten wir, von den Langzeitabwesenden mal abgesehen, lediglich auf Robby (Schulter) und Coach Marci (krank) verzichten. Der Kader war also gut gefüllt. Wir befinden uns aktuell in keiner guten Phase, das haben wir bereits in den letzten Spielberichten beschrieben und man sieht es ja auch schlicht an den Ergebnissen. Wir wollten uns hier gegen einen Aufsteiger rehabilitieren, den wir im Hinspiel noch mit 12 Toren schlagen konnten, aber wie schon letzte Woche beschrieben: „Has’e Scheiße am Schuh, has’e Scheiße am Schuh.“
Das Spiel beginnt für uns bärenstark. Wir kontrollieren den SCC in der Abwehr und kommen vorne zu einfachen Toren, lassen aber bereits viele Möglichkeiten durch technische Fehler und Abschlussschwäche liegen. 3:0 nach 4 Minuten. 6:2 nach 9 Minuten. 2 Minuten SCC, aber wir ziehen nicht weiter davon. Ohne dem SCC hier zu nahe zu treten, wenn es hier nach 12 Minuten 12:2 steht, wundert sich niemand und dann haben wir noch nicht mal alles ins Tor gebracht, was wir uns erspielt haben. Stattdessen macht unser Gegner 2 schnelle Tore und es steht 6:4, und ehrlicherweise geht es ab jetzt dahin. Wir können uns nicht nochmal absetzen, die Charlottenburger schließen auf und gehen zur Halbzeit in Führung.
Halbzeit 13:14
Wir fahren in der 1.Halbzeit 41 Angriffe, vergeben 10 durch technische Fehler und verwerfen 18. Ja, der Charlottenburger TW war gut, wir aber auch wirklich schlecht. Die Abschlüsse sind in der überwiegenden Mehrzahl völlig freie hochprozentige Abschlüsse: vom Kreis, von Links- oder Rechtsaußen, Durchbruch Rückraum, Konter. Und was willste sagen? Mit einer Angriffseffizienz von aufgerundeten 32% wird’s halt schwierig. Aber eigentlich ja auch keine schlechte Nachricht, nach so einer Halbzeit nur mit einem zurückzuliegen.
Unser letztes Aufbäumen ist aber nach Spielminute 33 vorbei. Das 17:17 ist der letzte Ausgleich dieses Spiels. Wir sind nicht mehr so effektiv im eigenen Angriff, tun uns schwerer, vergeben weiter, fangen uns schnelle Gegentore aus eigenen Fehlern, verteidigen nicht gut und können somit auch Drazens gute Leistung im Tor nicht für uns nutzen. Zudem bekommen wir zwischen der 35 und der 41 Spielminute vier 2-Minuten Zeitstrafen, die teils diskutabel, teils aber auch mit Ansage waren. Das Spiel ist beim 20:27 nach 43 Minuten vielleicht rechnerisch noch irgendwie möglich, allein uns fehlt der Glaube und, so ehrlich muss man ebenfalls sein, lassen wir dieses Spiel hier auch los. Zu viel sind die kollektiven Fehler der letzten Wochen, zu wenig glauben wir hier noch an die eigene Stärke und leben das eigene Selbstverständnis niemals aufzugeben.
Endstand 29:38
Fazit: Glückwunsch an den SCC, der hier eine blitzsaubere Partie spielt. Niemals nachlässt, unsere zahlreichen Fehler gewinnbringend ausnutzt und am Ende hier hochverdient die Punkte mitnimmt. Wir zählen bei Abpfiff 79 eigene Angriffe, 50 davon vergeben durch technische Fehler und vor allem Fehlwürfe. So gewinnst du nicht in der Oberliga und nicht in der Verbands-, Landes- oder Thekenliga. Was können wir trotzdem aus dem Spiel mitnehmen? Machste deine Tore, gewinnste das Spiel! So stumpf, so dumm, so wahr. Es liegt aktuell nicht an taktischen Vorgaben, nicht an Handballqualität, sondern schlicht am Kopf und davon gefüttert, in der Konsequenz auch am Willen. Die Trainingswoche stand im Zeichen von Kopfyoga.
Wir dürfen nämlich am kommenden Samstag zu unseren Ostberliner Freunden von Ajax. Dort wollen wir alles besser machen, wirklich!